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Verkehrsrecht und Ordnungswidrigkeiten (Owi-Recht)

Im 1. Januar 2011 waren in Deutschland 50,9 Millionen Fahrzeuge zugelassen.

Zwangsläufig wird jeder irgendwann einmal mit Unfällen oder Ordnungswidrigkeiten im Straßenverkehr konfrontiert sein. Wir beraten und vertreten Sie bei allen Fragen zum Verkehrsrecht.

Verteidigung bei Bußgeldbescheiden

Wem ist nicht schon passiert, dass er bei Rot über die Ampel oder zu schnell oder mit dem Handy am Ohr gefahren ist? Auch wenn manche Mitbürger meinen, das seien lässliche Bagatelldelikte, so handelt es sich dennoch um Regelverstöße, die geahndet werden können.

Wenn Sie bei einem Verkehrsverstoß erwischt werden, droht häufig ein Bußgeldbescheid, der mit hohen Kosten, Punkten in Flensburg und möglicherweise sogar mit einem Fahrverbot verbunden sein kann.

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Fahrverbot

Bei einem Fahrverbot gibt es häufig auch Probleme am Arbeitsplatz. Gerade dann, wenn weitreichende Konsequenzen drohen, sollten Sie nicht direkt mit Polizei oder der Bußgeldbehörde Kontakt aufnehmen, sondern sich vorher von einem erfahrenen Anwälten beraten lassen. Wenn Sie sich gegenüber Polizei oder Zentraler Bußgeldstelle äußern, besteht die Gefahr, dass sich selber unnötig belasten. Insbesondere wenn ein Fahrverbot im Raum steht, sollten Sie daher zunächst von Ihrem Schweigerecht Gebrauch machen.

Häufig bekommen Sie vor Erlass eines Bußgeldbescheides einen Anhörungsbogen, auf dem Sie Ihre persönlichen Angaben machen können bzw. sollen.

Spätestens jetzt sollten Sie uns aufsuchen, denn immer wieder ist es möglich, die Bestrafung zu vermeiden, wenn es gelingt, den Bußgeldbescheid so lange hinauszuzögern, bis die Ordnungswidrigkeit verjährt ist. Die Verteidigung gegen einen Bußgeldbescheid ohne Anwalt hat kaum Aussicht auf Erfolg. Wenn trotzdem ein Anruf von der Polizei kommt sagen Sie eifach: „Ich mache von meinem Schweigerecht Gebrauch“ und verweisen an Ihren Anwalt.

Bußgeldbescheid

Auch wenn der Bußgeldbescheid ergangen ist, heißt das nicht unbedingt, dass Sie jetzt zahlen müssen.

Häufig erfolgen auch beim Erlass eines Bußgeldbescheides Fehler, aufgrund derer Sie nicht bestraft werden dürfen. Eine genaue anwaltliche Prüfung ist hier unerlässlich. So
gibt es eine Vielzahl von Urteilen, die sich mit den Mindestangaben eines Bußgeldbescheides befassen.

siehe unten: Bußgeldkatalog

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Radarkontrolle

Bei Geschwindigkeitsmessanlagen ist häufig die Rede davon, dass inzwischen im sogenannten „standardisierten Messverfahren“ gemessen wird, bei dem keine Möglichkeit der Kontrolle mehr besteht, da die Verfahren genormt und daher fehlerfrei seien. Doch auch hier lohnt sich der genaue Blick des Rechtsanwalts, denn auch bei solchen Radarkontrollen bestehen selbstverständlich immer noch genügend Möglichkeiten, Fehler zu machen.

In jedem Fall sollte also die Beratung durch unsere Kanzlei erfolgen. Natürlich ist es in diesem Bereich sinnvoll, eine Rechtsschutzversicherung zu haben, da die Kosten im Ordnungswidrigkeitverfahren oft über dem ausgesprochenen Bußgeld liegen. Auch wenn das Gericht von der Möglichkeit Gebrauch macht, das Verfahren einzustellen, erfolgt keine Kostenerstattung durch die Staatskasse. Wir beraten Sie, ob es sinnvoll ist, gegen den Bußgeldbescheid vorzugehen.

Wir übernehmen die Verteidigung bei Straftaten wie beispielsweise:

  • Trunkenheitsfahrten
  • unerlaubtem Entfernen vom Unfallort
  • Straßenverkehrsgefährdung
  • gefährlichem Eingriff in den Straßenverkehr
  • Nötigung und Beleidigung
  • fahrlässige Körperverletzung und Tötung im Straßenverkehr
  • Fahren ohne Fahrerlaubnis

Wir vertreten Sie in Owi-Sachen wie beispielsweise:

  • Geschwindigkeitsverstöße
  • Rotlichtverstoß
  • Fahren unter Alkohol- oder Rauschmitteleinwirkung

Kontakt:

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Wir haben für Sie einen Auszug aus dem Bußgeldkatalog zusammengestellt (Hinweis: dieser ist seit 01.05.2014 durch einen neuen Bußgeldkatalog ersetzt worden und wird hier demnächst veröffentlicht):

1. Geschwindigkeitsüberschreitung

1.1 Geschwindigkeitsüberschreitung innerorts (Pkw bis 3,5 t)

Übertretung
in km/h

Euro

Punkt/e

Anzahl der Monate mit Fahrverbot

bis 10

15

 

 

11-15

25

 

 

16-20

35

 

 

21-25

80

1

 

26-30

100

3

 

31-40

160

3

1

41-50

200

4

1

51-60

280

4

2

61-70

480

4

3

über 70

680

4

3

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1.2 Geschwindigkeitsüberschreitung außerorts (Pkwbis 3,5 t)

Übertretung
in km/h

Euro

Punkt/e

Anzahl der Monate mit Fahrverbot

bis 10

10

 

 

11-15

20

 

 

16-20

30

 

 

21-25

70

1

 

26-30

80

3

 

31-40

120

3

 

41-50

160

3

1

51-60

240

4

1

61-70

440

4

2

über 70

600

4

3

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2. Rechtswidriges Benutzen von mobilen Telefonen während der Fahrt


Tatbestand

Euro

Punkt/e

als Kraftfahrzeugführer

40

1

als Radfahrer

25

 

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3. Rotlichtverstöße

Tatbestand

Euro

Punkte

Anzahl der Monate mit Fahrverbot

Ampel bei Rot überfahren

90

3

   

Ampel bei Rot überfahren 

     

  

   

  • mit Gefährdung

200

4

1

  • mit Sachbeschädigung

240

4

1

Ampel bei schon länger als 1 sec leuchtendem Rot überfahren

200

4

1

Ampel bei schon länger als 1 sec leuchtendem Rot überfahren

 

  

  

  • mit Gefährdung

320

4

1

  • mit Sachbeschädigung

360

4

1

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4. Nichtbeachten der Vorfahrtsregeln

Tatbestand

Euro

Punkte

Als Wartepflichtiger an eine bevorrechtigte Straße nicht mit mäßiger Geschwindigkeit herangefahren

10

 

Vorfahrt nicht beachtet und dadurch einen Vorfahrtberechtigten wesentlich behindert

25

 

Vorfahrt nicht beachtet und dadurch einen Vorfahrtberechtigten gefährdet

100

3

Beim Einfahren in eine Autobahn oder Kraftfahrtstraße Vorfahrt auf der durchgehenden Fahrbahn nicht beachtet

75

3

Stoppschild nicht beachtet und dadurch einen anderen gefährdet

50

3

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5. Alkohol am Steuer

Alkoholgehalt im Blut in Promille

Keine Anzeichen von Fahrunsicherheit

Anzeichen von Fahrunsicherheit

Verursachung eines Unfalls

ab 0,3

 

7 Punkte
Geld- oder Freiheitsstrafe
(bis 5 Jahre)
Entzug der Fahrerlaubnis

7 Punkte
Geld- oder Freiheitsstrafe
(bis 5 Jahre)
Entzug der Fahrerlaubnis

ab 0,5

4 Punkte
bis 3.000 Euro

bis 3 Monate Fahrverbot

7 Punkte
Geld- oder Freiheitsstrafe
(bis 5 Jahre)
Entzug der Fahrerlaubnis

7 Punkte
Geld- oder Freiheitsstrafe
(bis 5 Jahre)
Entzug der Fahrerlaubnis

ab 1,1

7 Punkte
Geld- oder Freiheitsstrafe
(bis 5 Jahre)
Entzug der Fahrerlaubnis

7 Punkte
Geld- oder Freiheitsstrafe
(bis 5 Jahre)
Entzug der Fahrerlaubnis

7 Punkte
Geld- oder Freiheitsstrafe
(bis 5 Jahre)
Entzug der Fahrerlaubnis

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6. Alkoholverbot für Fahranfänger

Tatbestand

Euro

Punkte

In der Probezeit nach § 2a Straßenverkehrsgesetz oder vor Vollendung des 21. Lebensjahres als Führer eines Kraftfahrzeugs alkoholische Getränke zu sich genommen oder die Fahrt unter der Wirkung eines solchen Getränks angetreten.

250

2

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7. Nichteinhalten des Abstands zu einem vorausfahrenden Fahrzeug in Metern bei einer Geschwindigkeit von mehr als 80 km/h

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben treffen Geschwindigkeiten von mehr als 100 km/h.

Tatbestand: Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug betrug weniger als

Euro

Punkte

Monate mit Fahrverbot

5/10 des halben Tachowertes

75

1

 

4/10 des halben Tachowertes

100

2

 

3/10 des halben Tachowertes

160

3

1*

2/10 des halben Tachowertes

240

4

2*

1/10 des halben Tachowertes

320

4

3*

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8. Nichteinhalten des Abstands zu einem vorausfahrenden Fahrzeug in Metern bei einer Geschwindigkeit von mehr als 130 km/h

Tatbestand: Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug betrug weniger als

Euro

Punkte

Monate mit Fahrverbot

5/10 des halben Tachowertes

100

2

 

4/10 des halben Tachowertes

180

3

 

3/10 des halben Tachowertes

240

4

1

2/10 des halben Tachowertes

320

4

2

1/10 des halben Tachowertes

400

4

3

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